Korea: Land of Love

Veröffentlicht von Jan van den Hurk am

Phallus-Bank in Chejus “Love Land”Heute ist mein Betreuer aus seinem Urlaub zurückgekehrt (drei Tage plus Wochenende) und hat ein wenig berichtet. Er war mit seiner Freundin und einem befreundeten Paar auf der Insel Cheju südlich der Halbinsel. Cheju ist eigentlich als Flitterwochen-Insel bekannt, aber das hat ihn wohl nicht abgehalten. Vielleicht fährt er dann für die richtigen Flitterwochen einfach weit weg – der neue Reichtum macht es möglich.
Neben vielen anderen Attraktionen hat er mit seiner Freundin unter anderem das Love Land besucht. Dabei handelt es sich um einen kleinen Themenpark, vollgestopft mit allerhand „Softporno-Tinnef“. Diese Skurrilität in einem eigentlich ziemlich prüden Land war dem SPIEGEL in seiner Online-Ausgabe vor einiger Zeit ein Artikel wert: SPIEGEL ONLINE – KOREAS „LIEBESLAND“ Im Garten der Phallus-Sprudler
Beim Durchschauen der zugehörigen Fotogalerie stell ich mir ja schon die Frage „Warum in die Ferne schweifen, wenn der eigene Vorgarten doch alles bietet?“, aber scheinbar sieht man das in Korea etwas anders. So wie es mir scheint, findet in Korea zwar auch eine zunehmende Sexualisierung der Öffentlichkeit im Rahmen von Mode und Werbung nach westlichem Vorbild statt, aber man sollte nicht den Fehler machen und die gleiche innere Einstellung wie im Westen unterstellen. Fakt ist: Die kulturelle Software verändert sich nur langsam. Übrigens gilt das auf der ganzen Welt!
Der „Westen“ ist Vorbild und westliche Elemente werden fröhlich angenommen oder mit asiatischen Elementen gemischt, solange keine zu großen Widersprüche zu den althergebrachten Werten entstehen. (An dieser Stelle ist auch der folgende SPIEGEL-Artikel sehr interessant)


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