Verkehrskonzept zum RWTH Campus Melaten

Veröffentlicht von Jan van den Hurk am

Im Ratsinformationssystem der Stadt Aachen findet sich zur Zeit eine Beschlussvorlage auf der Grundlage des Verkehrsgutachtens zum geplanten RWTH Campus Melaten. Die Bezirksvertretungen Aachen-Mitte und Laurensberg und der Verkehrsausschuss dürfen im Laufe des Januars über die Vorschläge der Verwaltung abstimmen.
In weiten Teilen stimmt die Verwaltung den Vorschlägen der Gutachter zu und empfiehlt deren Umsetzung. Der Seffenter Weg soll dagegen zu einer Tempo 30 Zone umgewandelt werden und baulich für den Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht werden. Das Gutachten hatte hier keine Verbindung zwischen Seffenter Weg und Campus Melaten vorgesehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die dortigen Anwohner mit dieser Lösung zufrieden geben.
Ein interessanter Punkt findet sich im Bereich ÖPNV. Neben der Sortierung des ÖPNV und der teilweisen Entmischung vom „normalen Verkehr“ (MIV) wird auch die Idee der Campusbahn aufgegriffen. Das Gutachten bringt außer einer traditionellen Straßenbahn eine H-Bahn oder eine Seilbahn ins Spiel. Die Verwaltung der Stadt Aachen hat aber wohl festgestellt, dass so eine Campusbahn nur Sinn macht, wenn sie mit dem restlichen ÖPNV gut verknüpft ist und schlägt in ihrer Beschlussvorlage eine Durchbindung der Campusbahn bis zum Bushof vor. Damit wäre eine H-Bahn wohl nicht möglich, jedoch eine moderne Straßen- bzw. Stadtbahn. Die Verwaltung empfiehlt daher neben einem innovativen System auch ein „konventionelles straßengebundenes Schienenverkehrsmittel in Betracht zu ziehen“.

Die Beschlussvorlage inklusive des Verkehrsgutachtens findet sich im Ratsinformationssystem der Stadt Aachen unter: http://ratsinfo.aachen.de/bi/


1 Kommentar

Torsten Kammer · 09.01.2009 um 17:35

Klingt generell alles ganz sinnvoll. Als Quasi-Anwohner des Seffenter Weges wäre ich sehr dagegen, wenn dieser vom Pariser Ring abgehängt würde (wogegen sich die Verwaltung ja ausspricht). Mit Tempo 30 kann ich aber leben.

Interessant bleibt natürlich die Frage, wie die Busse umsortiert werden, besonders wenn die Melatener Straße keinen Anschluss an die Forckenbeckstraße mehr hätte. Es ist sicher nicht so, dass man auf die Linie 33 verzichten könnte.

Bei der Campusbahn spricht natürlich immer mehr für eine Straßenbahn. Wenn sowieso (für Fahrradfahrer) eine Brücke über die Bahnstrecke im Norden angelegt wird, dann werden die Vorteile für eine H-Bahn eher gering. Ich glaube nicht, dass man schon so weit ist eine Straßenbahn automatisch zu betreiben (besonders bis runter zum Bushof, also im dichten gemischten Verkehr), aber eine Form von Schwebebahn hat natürlich wieder ihre ganz eigenen Probleme (wie zum Beispiel auch Haltestellen in der Innenstadt).

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