Johannes Erdmann zu Gast bei der Evangelischen Jugend Kleve

Am Sonntag war Johannes Erdmann mit einem Erlebnisvortrag zu seiner Atlantiküberquerung bei der Evangelischen Jugend Kleve zu Gast. Er folgte damit unserer Einladung anlässlich des Freizeitenrückblicks nach den Sommerferien.

Mit zarten 19 Jahren machte Johannes sich nach dem Abitur auf, den Atlantik zu überqueren. Segeln wollte er und organisierte mit Nachdruck seine erste große Langfahrt als ihm das Schicksal ein Jahr in Freiheit schenkte: Kein  Wehrdienst und der mögliche Studienbeginn erst in 11 Monaten! Doch es war schon spät im Jahr und sein Törn begann nicht auf dem eigenen Kiel, sondern per Anhänger und Bootstrailer Richtung Lissabon. Ein bei eBay ersteigertes Boot sollte als neue Heimat dienen und ihn auch tatsächlich bis an die Ostküste der USA tragen.

[amazonshowcase_30fe131cf090e6d1dc786f0c98b7c1df] Mittlerweile peilt Johannes seinen 23. Geburtstag an und erzählt immer noch mit viel Elan und einem glänzen in den Augen von seiner Tour. Mit kleinen Videoabschnitten fasst er die einzelnen Etappen immer wieder zusammen und die Besucher haben ein kurzweiliges Vergnügen. Er hat viel erlebt und die 90 Minuten Multimedia-Erlebnisvortrag sind gut gefüllt. Insgeheim fragt man sich aber schon, was wohl die mehrjährigen Weltumsegler alles an Erlebnisse weglassen, um diesen Zeitrahmen nicht zu sprengen. Aber dafür gibt es ja das Buch, welches ich an dieser Stelle allen Menschen mit und ohne Fernweh ans Herz legen möchte. Die weiteren Vortragstermine finden sich auf seiner Website www.johanneserdmann.de oder in seinem Blog johannes-erdmann.blogspot.com.

Die Kamera durfte an diesem Nachmittag natürlich nicht fehlen. Quizfrage: Was ist Johannes Lieblingsgetränk? 😉

Lesenswerter China Blog

Was passiert, wenn ein Europäer nach China geht. So, oder so ähnlich könnte eine alternative Überschrift zu Daniel Blog lauten. Daniel ist einer meiner Kommilitonen und gerade im Rahmen seines Industriepraktikums in Nanjing (China). Der Blog ist absolut lesenswert und sorgt bei mir für so manchen Lacher. Schon der Beginn der Reise ging gut los. Ein kurzes Zitat:

Mit einem Airbus A318 geht es zunaechst nach Paris Charles des Gaulles. Irgendwie hab ich die Größe des Flughafens unterschätzt.
Ankunft 14:30h: Bording für den Weiterflug 15:00, dass muss doch locker gehen. Denkste!! Die Idee auf den Shuttlebus zu verzichten, und statt dessen schnell zu Fuss das Terminal zu wechseln ist in der Theorie ja ganz nett, wenn der eingezeichnete Fussweg aber in einer Sackgasse endet, von der aus nur eine Tuer zum Shuttle abgeht (wohlgemerkt geschlossen, und kein Bus dahinter) kann man entweder die 10 Min zum Ausgangspunkt zurueckgehen und den anscheinend nicht ausgezeichneten Fussweg suchen, oder aber hoffen, dass vielleicht doch ein Bus kommt.
14:50h: Der Bus kommt, dann bin ich ja noch rechtzeitig da. Denkste, wir warten noch 5 Min, vielleicht will ja noch jemand mitfahren.
15:10h Ankunft am Terminal, na hoffentlich ist keine Schlange an der Gepaeckkontolle. Keine Schlange, aber dafuer beschliesst man mich gruendlich abzutasten und der Ruecksack faehrt ein paar Extrarunden durch das Roentgenwunderland.
15:20h: Darf ich noch mitfliegen?

Viel Spaß beim Lesen!

Link zu Daniels Blog

[Irisches Tagebuch] Die ersten Tage

Hallo zusammen!

Für alle, die es nicht wissen: Ich bin jetzt in Irland!
Am 21. September hob mein Flieger vom Großflughafen Weeze/Laarbruch Richtung Irland ab und brachte mich sicher nach Shannon. Praktischerweise wollten meine Eltern zeitgleich auch ihren Urlaub in Irland verbringen, so dass mir deutlich mehr als die 15kg Gepäck + 10kg Handgepäck (Airline: Ryanair) zur Verfügung standen. Ab Shannon ging es dann per Mietwagen Richtung Cork, meiner neuen Studienstadt.
Cork ist mit knapp 125000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Irlands und wird von den Bewohnern auch gerne The Real Capital genannt. Das Zentrum der Stadt, wo sich auch meine Wohnung befindet, liegt auf einer Flußinsel zwischen zwei Armen des Lee. Das nahe Meer sorgt für recht große Unterschiede im Wasserstand des Flusses und hält die Sehnsucht des Seglers in mir wach.
Das Prospekt (eher billiges Faltblatt) zu meinem Apartment hat aber in der Tat nicht zu viel versprochen: 1 Minute bis zur Innenstadt und 15 Minuten bis zur Uni. Dazu sollte man wissen, dass ich im vierten Stock wohne und mit Wohnungstüre zuziehen, Fahrstuhl benutzen und Haustüre öffnen schon eine gute Minute beschäftigt bin 🙂 Glücklicherweise liegt das Haus aber in einer Seitenstraße, so dass es für städtische Verhältnisse schön ruhig ist. Meine Wohnung teile ich mir mit drei Jungs aus Thailand, Singapur und Frankreich.

Einige Worte zum Thema Wetter: Ja, es regnet hier gut und gerne, aber am liebsten regnet es, wenn man seinen Schirm oder seine Regenjacke vergessen hat. Damit herrscht im Prinzip wieder Gleichstand zwischen Aachen und Cork. Bis jetzt habe ich recht wenig schlechtes Wetter erlebt und auch die Abendbekleidung der hippen, jungen Frauen in Cork (knappes Top, High Heels, Minirock) sagt mir, dass es garnicht so schlimm sein kann.
Alle Rasenmäher-Freunde kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, da aufgrund des sehr milden Winters mit Mindesttemperaturen von 4 – 6 °C von Januar bis November das satte Grün gestutzt werden darf.

Mein irisches Uni-Leben begann mit einem Orientation Day wo sich hervorragend Kontakte zu den anderen „Ausländern“ knüpfen ließen. Mittlerweile ziehen wir mit einer bunten Truppe aus Dänen, Holländern, Franzosen, Italienern, Amerikanern und Deutschen umher. An die Iren ist dagegen schwer ranzukommen, da der Altersunterschied doch mindestens drei Jahre ausmacht und deren Freundeskreis schon gefestigt ist. Mit Kommentaren zu den Vorlesungen möchte ich mich noch ein wenig zurückhalten, aber eine Sache kann man schon mal festhalten. Das Interesse am Studenten und die Servicebereitschaft ist hier deutlich besser als an meiner lieben RWTH. Selbst Verwaltungsangestellte sind hier noch kurz vor Feierabend freundlich und hilfsbereit. Ein wahres Wunder!

Neben den ersten Streifzügen durch die irische Kneipologie (näheres dazu in dem nächsten Newsletter) haben wir zwei Wochenendtrips nach Kinsale und Cobh unternommen. Bei Orte liegen jeweils an einem Naturhafen, wobei Cobh am größeren Hafen liegt, wo unter anderem auch die Titanic zum letzten Mal angelegt hat.
Kinsale ist ein geschichtsträchtiger Ort mit einer alten Burg die schon von den Spanieren genutzt wurde. Nach einer kurzen Wanderung entlang der Küste konnten wir uns dort in den Ruinen umschauen und uns die Sonne (!!!) auf den Pelz braten lassen. Den Sonnenuntergang erlebten wir vor einem kleinen Pub auf der Hafenmauer.

Soviel für den ersten newsletter
Bis dann
Jan